Atementspannung

​In Situationen, die als belastend oder bedrohlich wahrgenommen werden, verändert sich die Atmung. Wer Stress hat, atmet flach und schnell in der Brust-Atmung. Die langsame Bauch-Atmung dagegen erfolgt fast ausschließlich bei innerer Ruhe und Angstfreiheit. Durch anhaltende Belastungen werden die Zustände der Entspannung seltener und die Atmung entwickelt sich dauerhaft zu der schnelleren und unregelmäßigeren Brustatmung. Dies wird zusätzlich gefördert durch Muskelspannungen im Körper, hochgezogene Schultern, zu wenig Bewegung oderdurch Einziehen des Bauches bei sitzenden Tätigkeiten. Es besteht also ein enger Zusammenhang zwischen der Art der Atmung und dem seelisch-körperlichen Befinden. Mit einem gezielten Atemtraining kann über die Atmung körperliche Entspannung und geistige Ruhe gefördert werden.

Was Atementspannung bewirkt

Atementspannung aktiviert den Parasympathikus und wirkt der Stressreaktion entgegengesetzt.

  • Normalisierung der Atmung durch eine geringere Atemfrequenz
  • verstärkte Bauchatmung
  • verminderte Aktivität des sympathischen Nervensystems
  • Normalisierung von Blutdruck und Puls
  • Senkung des Muskeltonus
  • Zunahme der Durchblutung in Haut und Extremitäten
  • Zunahme von innerer Ruhe und Gelassenheit
  • größere Klarheit in Wahrnehmung und Denken
  • geringeres Bedürfnis nach Genuss- oder Suchtmittel (Nikotin, Alkohol, Drogen)

Die Atementspannung bietet eine Vielzahl an Übungen und ist bereits nach einer sehr kurzen Trainingszeit eine sehr einfach anzuwendende Technik bei Stress.